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Anforderungen an Geschossdecken

 

Geschossdecken müssen neben statischen weitere spezifische Anforderungen erfüllen.

Schallschutzmaßnahmen an der Deckenober- oder -unterseite haben die Aufgabe, die Schallübertragung in darüber oder darunter liegende Räume zu unterbinden bzw. zu mindern oder Lärmbelästigung innerhalb des Raumes, z.B. Halligkeit, zu vermeiden. Geschossdecken müssen ausreichend tritt- und luftschalldämmend sein (Luftschalldämmung, Trittschalldämmung).

 

Geschossdecken werden aus Gründen des Schallschutzes mit schweren Materialien und/oder mehrschalig aufgebaut, mit schwimmenden Estrichen, Trockenunterböden oder schwimmend verlegten Holzfußböden. Bei Verzicht auf schwimmend verlegte Deckenauflagen müssen elastische Bodenbeläge die Trittschalldämmung übernehmen.

Die erforderliche Tragfähigkeit einer Geschossdecke ergibt sich aus der Verkehrslast.

Beachten Sie: Ein Kachel­- oder Steinofen wiegt bis zu 4.500 kg!

 

Raumnutzungsänderungen oder andere Umbaumaßnahmen, z.B. Trennwanderstellung in einem bisher nicht ausgebautem Dachgeschoss, können zu einer nachträglichen Erhöhung der Nutzlast führen. Die Belastbar-keit der Geschossdecke muss in solchen Fällen ein Statiker überprüfen.

Anforderungen an den Brandschutz werden durch den Einbau feuerhemmender oder feuerbeständiger Geschossdecken bzw. Deckenbekleidungen oder Unterdecken mit entsprechender Feuerschutzklasse erfüllt. In Feuchträumen erfolgt der Bodenbelagsaufbau mit Sperrschicht. In Räumen mit hoher Luftfeuchtig-keit verhindert eine Dampfsperre unterhalb der Geschossdecke die Kondenswasserbildung innerhalb der Konstruktion.

 

Der Bodenaufbau und die Auswahl des Bodenbelages erfolgt entsprechend der Raumnutzung, Beanspruch-ung und der daraus entstehenden Deckenbelastung. Insbesondere bei Althaussanierungen ist darauf zu achten, dass schwere Bodenbeläge die zulässige Nutzlast mindern. 

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1. Dielen

2. Lagerholz

3. Trittschalldämmung

4. Hohlraumdämmung (z.B. Mineralfasermatten)

5. alte Einschubfüllung (Schotter, Schlacke, Lehmschlag)

6. Papplage

7. Blindboden

8. Balken

9. Latten mit Putzträger

10. Put

 

Sanierung einer Holzbalkendecke

 

Geschossdecken

Massivdecken werden entweder aus Ortbeton oder als Voll­- oder Teilmontagedecken ausgeführt. Örtlich hergestellte Decken sind beliebig an die Grundrissform anpassbar. Montagedecken erfordern je nach System nur geringe oder keine Schalungsarbeit, vermindern die Baufeuchtigkeit und beschleunigen den Baufortschritt.

Übliche Konstruktionen im Eigenheimbau sind: Stahlbeton-Vollplatten, Stahlbeton-Hohlplatten, Spannbeton-Deckenplatten, Porenbeton-Deckenplatten, Leichtbeton-Deckenplatten, Glasstahlbetondecken, Ziegel-decken.Alternativ kommen auch Holzbalkendecken in Frage. Gewölbedecken spielen heute fast nur noch in der Denkmalpflege eine Rolle.


Geschossdeckendämmung

Wärmedämmende Maßnahmen sind erforderlich bei Geschossdecken über unbeheizten Kellerräumen, offenen Durchfahrten, unter Terrassen oder Balkonen sowie unter nicht ausgebauten Dachräumen. Die Dimensionierung der Dämmschicht richtet sich nach den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) → Energieeinsparverordnung. Um zu verhindern, dass ein Raum fußkalt wirkt, sollte die Oberflä­chentemperatur des Fußbodens 17 °C nicht unterschreiten.

Die Dämmschicht wird je nach Deckenkonstruktion an der Ober­oder Unterseite der Geschossdecke oder in Deckenhohlräume eingebracht. Auch ein schwimmender Estrich wirkt Wärme dämmend, primär dient er jedoch dem Trittschallschutz.

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1. Außenwand

2. Außendämmung 

3. Holzsparren

4. Spanlatte oder dgl. 

5. Wärmedämmung 

6. Stahlbetondecke
Oberste Geschossdecke unter nicht ausgebautem Dach  

 

Übliche Dämmstoffe für die Geschossdeckendämmung: Altpapierdämmstoffe/Zellulosefaser → Altpapierdämmstoffe, Baumwolldämmstoffe, Blähton, Flachsdämmstoffe, Hanfdämmstoffe, Hartschaum, Holzfaserdämmstoffe, Mineralfaserdämmstoffe, Perlite, Polyesterfaserdämmstoffe → Polyesterdämmstoffe, Schafwolledämmstoffe, Schaumglas u.a.m.


Estriche und Unterböden

Der Estrich wird auf die Rohdecke aufgebracht. Er ist entweder selbst als Fußboden nutzbar oder wird mit einem Gehbelag versehen. Bei nicht unterkellerten Räumen ist eine Abdichtung gegen aufsteigende Bau- oder Bodenfeuchtigkeit erforderlich, bei Decken über Feuchträumen eine Dampfsperre. Nassestriche werden auf der Baustelle hergestellt als schwimmender Estrich, Estrich auf Trennschicht oder Verbundestrich und nach ihrem Bindemittel bezeichnet als: Zementestrich, Anhydritestrich, Gipsestrich, Magnesiaestrich, Gussasphaltestrich.

Fließestriche sind selbstnivellierend und bilden eine ebene, glatte Oberfläche.

Heizestriche werden bei Fußbodenheizungen eingesetzt.

Trockenestrich besteht aus vorgefertigten Platten, die auch auf alten, abgenutzten Bodenbelägen oder auf Lagerhölzern verlegt werden. Wärme oder schalldämmende Zwischenschichten (z.B. Dämm- oder Ausgleichschüttungen) oder an die Platten werkseitig angearbeitete Dämmplatten verbessern den Tritt-schallschutz und den Wärmeschutz.

 

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