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Bauprogramm und Raumprogramm

 

Unabhängig davon, ob Sie einen Neubau errichten oder ein bestehendes Gebäude erweitern, ausbauen

oder modernisieren, beginnen Sie Ihre Planung stets damit, sich zu überlegen, was Ihnen an Ihrer jetzigen Wohnung nicht gefällt. Was wollen Sie künftig verbessern? Welche Wünsche konnten Sie sich bisher nicht erfüllen? Erstellen Sie eine ausführliche Liste und schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt. Auf diese Weise können Sie Ihre Entscheidungen zu Bauweise, Baugröße, Form, Funktion und Gestaltung Ihrer Immobilie leichter treffen und sind auf Gespräche mit Ihrem Immobilienmakler, Ihrem Finanzierungsberater, mit Ihrem Architekten und mit Ihren Handwerkern besser vorbereitet.

 

Beachten Sie bei der Frage, welche Räume Ihr künftiges Heim aufweisen soll und wie diese sinnvoll innerhalb des Grundrisses angeordnet werden, folgende Hinweise:

  • Der Eingang in das Haus sollte so geplant sein, dass Wohnbereich, Küche, Kellertreppe und Obergeschoss ohne Umwege erreichbar sind. Der Eingang sollte nicht an der Wetterseite des Hauses liegen. Ein Windfang verhindert, dass beim Öffnen der Haustür kalte Luft ins warme Haus strömt.

  • Flur und Diele sind zentrale Erschließungswege des Hauses. Sie sollten hell und geräumig sein. Das Treppenhaus schließt sich an Flur oder Diele an.

  • Der Wohnbereich wird zweckmäßig nach Süden orientiert. So erhält er im Sommer – wegen der hochstehenden Sonne – weniger, im Winter mehr direkte Sonneneinstrahlung. Eine direkte Verbindung ins Freie ist anzustreben. Ein Wintergarten erhöht den Wohnwert.

  • Esszimmer oder Essplatz können unabhängig von der Himmelsrichtung in guter Verbindung zur Küche und zum Wohnraum angeordnet werden.

  • Die Küche sollte stets nahe dem Eingang, nahe dem Wohnbereich und unmittelbar neben dem Essplatz liegen. Sind Kleinkinder im Haus, ist ein Blickkontakt von der Küche zum Kinderspielplatz und zum Kin­derzimmer praktisch.

  • Der Hausarbeitsraum liegt aus installationstechnischen Gründen meist neben der Küche oder neben dem Bad. Er kann aber auch im Keller oder im Dachgeschoss untergebracht werden.

  • Schlafzimmer sollten grundsätzlich im ruhigen Bereich des Hauses liegen, in der Nähe von Kinder-zimmern und Bad. Schlafzimmer werden bevorzugt nach Osten gelegt, auf jeden Fall auf der dem Außenlärm abgewandten Seite des Hauses.

  • Kinderzimmer nach Süden oder Südosten profitieren von der angenehmen Wintersonne. Bei Westlage erwärmen sie sich im Sommer sehr stark. Die Kinderzimmer sollten in der Nähe des Elternbereichs liegen. Ein Sicht- und Hörkontakt zu Räumen, in denen Kleinkinder spielen, sollte jedoch von überall im Haus möglich sein. Kinderzimmer sollten viel Platz zum Spielen bieten. Beachten Sie bei der Planung, dass die Kinderzimmer sich mit dem Alter der Kinder wandeln müssen, dass Kinder ggf. später ausziehen und die Räume dann anders genutzt werden sollen.

  • Das Bad muss in Größe und Ausstattung der Größe der Familie entsprechen. Zwei kleine Bäder sind u. U. praktischer als ein großes. Das Bad wird dem Schlaftrakt zugeordnet, aber möglichst – aus Gründen des Lärmschutzes – nicht direkt neben den Schlafräumen.

  • Das Gäste-WC wird nahe dem Eingang angeordnet, in der Nähe der Garderobe, jedoch möglichst nicht direkt neben der Küchen- oder der Wohnzimmertür.

  • Gästezimmer sollten immer direkt von Flur oder Diele aus betreten werden können, ggf. mit eigener Dusche oder einem kleinen Bad mit WC ausgestattet werden.

  • Ein häusliches Arbeitszimmer kann sowohl vom Wohnbereich als auch von der Diele aus erreichbar sein. Es kann ggf. auch in einem gut belichteten und belüfteten Raum im Untergeschoss oder im Dachgeschoss untergebracht werden.

  • Vorratsräume innerhalb der Wohnung liegen am besten im Norden, da Nordräume sich nicht so stark aufheizen. Für ausreichende Be- und Entlüftung ist zu sorgen. Vorrats- und Abstellräume werden möglichst von der Küche oder vom Flur aus begangen.

  • Die Terrasse sollte in unmittelbarer Verbindung zum Wohnbereich liegen, auch die Nähe zu Küche und Essplatz ist praktisch. Ein Balkon vor dem Schlafzimmer dient zum Lüften der Betten. In Verbindung zum Kinderzimmer bietet er eine zusätzliche Spielfläche an frischer Luft. Vorsicht: Auf kindersichere Gelän­derausführung achten!

  • Der Keller dient in den meisten Fällen als Vorrats­und Lagerraum. Kellerräume können jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch als Spielzimmer, Hobbyraum, Arbeits- oder Gästezimmer genutzt werden. Wichtig sind trockene Wände und Böden sowie ausreichend Licht und Heizung.

  • Ein Schwimmbad kann im Keller, in einem Anbau oder im Freien angeordnet werden. Eine Sauna wird ent­weder neben dem Bad oder im Zusammenhang mit einem Schwimmbad geplant, möglichst mit Ausgang ins Freie.

 

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