Heizungsregelung
Um
einen wirtschaftlichen Betrieb der Heizungsanlage zu gewährleisten,
soll den Innenräumen jeweils nur so viel Wärme zugeführt
werden, wie zur Aufrechterhaltung einer behaglichen Raumtemperatur
erforderlich ist. Dazu benötigt man eine Heizungsregelung.
Zu
unterscheiden sind folgende Regelungsarten: witterungsgeführte
Regelung, Einzelraumregelung, witterungsgeführte Regelung in
Kombination mit einer Einzelraumregelung.
Witterungsgeführte
Regelung
Witterungsgeführte
Regelung für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser,
bei der ein Außenfühler die Außentemperatur erfasst.
Die Regelung wertet die erfassten Daten aus und bestimmt daraus die
von der Heizung bereitzustellende Vorlauftemperatur.
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Witterungsgeführte Regelung
1. Außentemperaturfühler
2. Vorlauftemperaturfühler
3. Zentralgerät und Stellmotor
4. Heizkessel
5. Brenner
6. Mischer
7. Rücklauf
8. Umwälzpumpe
9. Vorlauf
10. Heizkörper
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Einzelraumregelung
Die Einzelraumregelung ist eine individuelle und zeitgerechte Regelung
der Temperatur in den einzelnen Räumen. Die Regelung wirkt über
Raumthermostate bzw. Raumthermostatuhren und elektrische
Stellantriebe an den Heizkörperventilen direkt auf die im Raum
installierten Heizkörper. Drahtlose Heizungsregelungen als
raumtemperatur- oder zeitgesteuerte Einzelraumregelungen erleichtern
die Sanierung von älteren Fußbodenheizungen, da eine
Verkabelung durch die Kommunikation per Funk nicht notwendig ist.
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Raumtemperatur-Regelung
1. Raumgerät mit Schaltuhr
und Temperaturfühler
2. Zentralgerät und Stellmotor
3. Heizkelles
4. Brenner
5. Mischer
6. Rücklauf
7. Umwälzpumpe
8. Vorlauf
9. Heizkörper mit Thermostatventil
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Einzelraumregelungen
können mit der BUS-Installationstechnik in die komplexe
Gebäudesystemtechnik integriert werden.
Zusätzlich können
dann weitere Funktionen erfüllt werden, wie:
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Verknüpfung mit Bewegungs- oder Präsenzmeldern,
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Verknüpfung mit Fensterkontakten,
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Verknüpfung mit anderen Regelsystemen, z.B. Klima/Lüftung,
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Telefonfernschaltung usw..
Nachtabsenkung
Die
Nachtabsenkung ist eine Funktion einer Heizungsregelung, mit
der zur Nachtzeit (oder auch anderen vorbestimmten Zeiten)
die Vorlauftemperatur der Heizung zeitgesteuert abgesenkt werden
kann. Voraussetzung ist eine witterungsgeführte oder
raumtemperaturabhängige Regelung des Heizungsvorlaufes.
Thermostatische
Heizkörperventile
Sie
ermöglichen eine örtliche Heizkörperregelung (auch
uhrzeit- und
wochentagsabhängig programmierbar). Thermostatventile bewirken,
dass die einzelnen Heizkörper nur jeweils so viel Wärme
abgeben, wie benötigt wird. Ein nachträglicher Einbau ist
grundsätzlich möglich. Spezielle Reglerventile oder auch
ein Fensterbeschlag (Kontakt), könnte die Heizkörper
ausschalten, wenn das Fenster offen steht.
Heizkörper
Heizkörper
geben durch Strahlung und Konvektion die Wärme
an den Raum ab. Der Wärmebedarf des Raumes und die max.
Vorlauftemperatur der Heizungsanlage bestimmen die Größe
der Heizfläche. Heizkörper können zudem ein
wesentliches Gestaltungselement in einem Raum sein. Heizkörperarten:
Radiatoren, Rohrheizkörper, Flachheizkörper, Konvektoren,
Gebläsekonvektoren, Sonderheizkörper, Fußleistenheizkörper,
Heizwände, Glasheizkörper, Badheizkörper.
Radiatoren
Radiatoren
sind Heizkörper in Gliederbauweise aus Gusseisen,
Aluminium-Speziallegierung (Alu-Gussheizkörper) oder Stahl, in
verschiedenen Bauhöhen und -tiefen und beliebiger Länge
lieferbar. Radiatoren verfügen in bezug auf die Qualität
der Wärmeabgabe über ein optimales Verhältnis von
Konvektion und Strahlung. Qualitätssicherung durch RAL
Gütesiegel.
Rohrheizkörper
Rohrheizkörper
sind Heizkörper aus runden Stahlrohren ohne Kanten
und Rippen, in unbegrenzter Baulänge, auch in gekrümmter
Ausführung, z.B. als Säulenbekleidung, und in abgewinkelter
Form möglich. Kaum Staubablagerung, leichte Reinigung.
Flachheizkörper
Flachheizkörper
sind Heizkörper mit glatter oder profilierter Oberfläche
aus Stahlblech oder Aluminium, auch vormontiert inkl. Ventil und
Anschlussgarnitur, fertig lackiert. Flachheizkörper bestehen aus
einer oder mehreren hintereinander angeordneten, vom Heizwasser
durchströmten Platten, auf die ggf. Lamellen aus Metall
aufgebracht sind, um die Wärmeleistung zu erhöhen. Sie sind
ein- oder mehrlagig erhältlich, auch mit Spezialventilen für
Vor- und Rücklaufanschluss an einem Ventil und Demontage der
Heizkörper ohne Entleeren der gesamten Heizungsanlage.
Flachheizkörper benötigen keine Heizkörpernische.
Konvektoren
Konvektoren
sind Heizkörper aus ein- oder mehrreihigen Stahl-
oder Kupfer-Rippenrohren, in der Regel mit angearbeiteten
Bekleidungen, auch mit integriertem Radial- oder Querstromgebläse
zur dauernden oder zeitweisen Erhöhung der Wärmeleistung.
Die Wärmeabgabe erfolgt hauptsächlich durch Konvektion,
nicht durch Strahlung. Vorteile sind die geringen Abmessungen und die
schnelle Aufheizzeit. Bodenkonvektoren mit extrem niedriger Bauhöhe
können in den Estrich eingebaut und mit Linear- oder Rollrosten
abgedeckt werden. Badewannenkonvektoren werden hinter der
Badewannenschürze montiert.
Gebläsekonvektoren
Gebläsekonvektoren
sind Heizkörper mit kleinen Baumaßen und
relativ hoher Leistung für Pumpen-Warmwasserheizung, sowohl für
Heizung als auch für Kühlung geeignet. Stufenschaltung und
eingebauter Thermostat ermöglichen individuelle
Raumtemperaturregelung.
Sonderheizkörper
Sonderheizkörper
sind zum Beispiel Heizkörper aus in Registern angeordneten
Rohren und jalousieartig aufgeschweißten Spezialrippen. Die
Raumluft tritt durch die jalousieartigen Öffnungen ein, wird an
Rippen und Rohren erwärmt und gelangt zwischen Gebäudewand
und Heizfläche zurück in den Raum (Kaminprinzip). Auch als
Doppelheizkörper in verschiedenen Bauhöhen und -tiefen,
speziell für Einrohrpumpenheizung mit einfacher
Anschlussmöglichkeit lieferbar.
Fußleistenheizkörper
Fußleistenheizkörper
sind Raumsparende Heizkörper geringer Bauhöhe
aus Heizwasserdurchströmten Rippenrohren, als
Fußleistenkonvektor oder Heizleisten wie Sockelleisten entlang
der Außenwand zu montieren. Besonders geeignet für
Altbauten, da keine Schlitze und Nischen erforderlich sind.
Heizwände
Heizwände
sind raum- bzw. türhohe Flachheizkörper zur bodenfreien
Befestigung an speziellen Wandkonsolen oder als Raumteiler.
Interessant als Bestandteil der Raumgestaltung, z.B. farblich
abgesetzt.
Glasheizkörper
Das
sind transparente Glaskörper mit Heizfunktion durch eine
elektrisch
leitfähige Schicht, die in Verbundsicherheitsgläser
eingebettet ist. Die Glasheizkörper können als Einzel- oder
Zusatzheizung unabhängig vom Heizwasserkreislauf betrieben
werden. Die Oberfläche kann mit Siebdruck individuell gestaltet
werden.
Badheizkörper
Badheizkörper
sind Röhrenheizkörper in Sprossenwand oder Leiterform,
mit Aufhänge- und Ablagemöglichkeit, zum Trocknen von
Handtüchern oder Anwärmen von Wäsche, zum Anschluss an
die Zentralheizung und/oder mit elektrischer Heizpatrone als Zusatz-
oder Übergangsheizung. Im Handel sind auch elektrisch beheizbare
Glasheizkörper als Einzel- oder Zusatzheizung unabhängig
vom Heizwasserkreislauf, mit individuell gestaltbarer Oberfläche
(Siebdruck) erhältlich.
Heizkörperbekleidungen
Heizkörperbekleidungen
können in Oberfläche, Form, Struktur
und Farbe mit den Möbeln des Raumes abgestimmt, montagefertig
lieferbar, aus verschiedenen Materialien, z.B. Holz, Flechtwerk,
Keramik usw., zur Reinigung des Heizkörpers und abnehmbar sein.
Zwischen Heizkörper und raumhohen Fenstern ist aus energetischen
Gründen ein bestimmter Abstand, der Einbau eines
Strahlungsschirmes oder die Verwendung spezieller Heizkörper
erforderlich.
Für
Heizkörperanstriche sind hitzebeständige Speziallacke nach
sorgfältiger Vorbehandlung anzuwenden.
Hinweis:
Heizkörperbekleidungen,
aber auch Vorhänge, Gardinen usw., sollten die Heizleistung der
Heizkörper möglichst wenig mindern. Heizkörpernischen,
besonders in Altbauten, müssen eine gute Wärmedämmung
erhalten.