Antennen,
Kabelanschlüsse
Antennen
oder Kabelanschluss sind erforderlich für den Rundfunk- und
Fernsehempfang und Bestandteil der elektrischen Anlage eines Hauses.
Eine zukunftssichere Installation umfasst je zwei Anschlussdosen, je
eine für Fernsehen und Rundfunk im Wohnraum und je eine in jedem
weiteren Aufenthalts- oder Schlafraum. Planung, Ausführung und
Betrieb unterliegen gesetzlichen und technischen Vorschriften. Das
Errichten und Betreiben von Empfangs- und Verteilanlagen für
Rundfunksignale ist genehmigungsfrei, solange nicht öffentliche
Wege und Plätze und private Übertragungswege (private
Kabelnetze) genutzt werden müssen.
Antennenanlagen
für den Empfang terrestrischer Sender werden für
Einfamilienhäuser als Einzelantennen- anlagen, für
Mehrfamilienhäuser als Gemeinschaftsantennenanlagen ausgeführt.
Der
anhaltende Ausbau der Programmvielfalt verlangt eine
zukunftsorientierte Planung. Neben herkömm- lichen Programmen, die
noch auf terrestrischen Frequenzen verbreitet werden, gibt es neue
Angebote, die auf neue Vertriebswege angewiesen sind. Dazu gehören
neben Satellitenempfang und Kabelfernsehen auch das Digitalfernsehen,
für das eine sog. Set-Top-Box mit dem Fernsehgerät
verbunden werden muss. Satellitenantennen (Einzelempfangsanlage,
Zwei- oder Mehrteilnehmeranlage, Gemeinschaftsanlage,
Multifeedanlagen) ermöglichen den Empfang der über
Satelliten ausgestrahlten Programme.
Mit
einem Kabelanschluss installiert der
Kabelnetzbetreiber/Anbieter einen Übergabepunkt für den
Empfang von Rundfunk- und Fernsehprogrammen seines
Breitband-Kommunikationsnetzes.
Telekommunikation
Ein
Telefonanschluss (TAE für das analoge Telefonnetz oder
IAE für ISDN) gehört heute zur Standardhaustechnik.
Ein
ISDN-Anschluss hat gegenüber dem analogen Anschluss 2 Leitungen
mit mehreren Rufnummern, erhöht die Übertragungsqualität
und -geschwindigkeit und bietet weitere Komfortleistungen.
Eine
weitere Steigerung (12 x so schnell wie ISDN) erzielt im Datenverkehr
ein DSL-Anschluss → ADSL-Anschluss, der einen vom
Telefonnetz unabhängigen Kanal nutzt, wodurch die Telefonleitung
frei bleibt.
Telefone
gibt es in großer Auswahl als schnurgebundene Telefone oder
schnurlose Telefone, Telefone mit integriertem
Anrufbeantworter → automatischer Anrufbeantworter,
Spezialtelefone für Menschen mit Seh- und Hörschwächen,
ISDN-Telefone, Telefax, Bildtelefone.
Die
modernen Telekommunikationsanlagen bieten neben der
Anschlussmöglichkeit verschiedener Endgeräte, mit denen
intern kostenlos telefoniert werden kann, Steuerungsmöglichkeiten
weiterer Haustechnik über das Telefon an, z.B.
Türfreisprecheinrichtungen, Jalousien, Hi-Fi-Anlage, Computer
usw. Die Anlagen müssen mit der ersten Anschlussdose verbunden
werden, danach bieten Hersteller leitungsgeführte bis komplett
funkgestützte Systeme an, um Telefone, Fax, Computer oder
Anrufbeantworter miteinander zu vernetzen. Die meisten Telefone
benötigen heute einen separaten Stromanschluss. Steckdose und
Telefonanschlussdose sollten am zukünftigen Standort nah
beieinander liegen.
Die
Fernmeldeinstallation erfolgt zweckmäßig vom Hausanschluss
durch senkrechte Steigrohre (oder Kabelschächte) im Treppenhaus
über Verteilerkästen in jedem Geschoss und Abzweigrohren zu
den einzelnen Wohnungen bis zu den einzelnen Telekommunikationsdosen.
Leerrohre ermöglichen das nachträgliche Einziehen oder
Auswechseln von Leitungen. Starkstromleitungen und Fernmeldeleitungen
müssen in getrennten Rohren geführt werden. Bei der
Verlegung der Leitung ins neue Haus wird immer ein Bauplan im Format
1:100 mit Einzeichnung des Anschlusses im Versorgungsraum sowie eine
Grundstückseigentümererklärung benötigt. Alle
weiteren Unterlagen sind mit dem jeweiligen Anbieter abzustimmen.