Kachelöfen,
Specksteinöfen
Kachelöfen
entwickeln eine innere Wärme, die durch Strahlung nach und nach
an den Raum abgegeben wird. Sie sollten möglichst zentral in
einem Raum aufgestellt werden, damit die Raumbegrenzungsflächen
gleichmäßig angestrahlt werden. Die Unterkonstruktion muss
ausreichend tragfähig und brandsicher sein: Die Aufstellung
sollte auf Verbundestrich erfolgen. Durch die benötigte
Verbrennungsluft kann die Raumluft bis zu fünfmal in der Stunde
erneuert werden, was über eine ausreichende Zuluft zu
gewährleisten ist. Hinsichtlich Wärmebedarf und
erforderlichem Schornstein-Querschnitt geben Ofenbauer und
Schornsteinfegermeister Auskunft. Zulässigkeit von Brennstoffen
sowie die Überprüfung und Abnahme der Feuerstätte
regelt die Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen. Zu den
Speicherofensystemen zählen auch die Specksteinöfen, die
anstelle von Ofenkacheln mit Speckstein verkleidet sind. Der
perlgraue Naturstein eignet sich für den Ofenbau durch seine
Wärme speichernden und Wärme leitenden Eigenschaften. Die
fest aufgebauten Kachelöfen werden hinsichtlich ihrer Bauart in
Grundöfen, Warmluftöfen und Kombiöfen
unterteilt. Die Unterschiede bestehen in der Art der Wärmeabgabe
(Strahlung, Konvektion) sowie dem möglichen Brennstoffeinsatz.
Die Wärmewirkung wird durch die Bauart bestimmt und
stellt das entscheidende Kriterium für die Wahl eines geeigneten
Ofensystems dar.
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| Kombiofen
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Grundofen
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Die
Erweiterung um Wärmetauscher, Solar- oder Kesseltechnik
ermöglichen den Einsatz von Kachelöfen zur
Warmwasserbeheizung bis hin zu Kachelofen-Zentralheizungen.
Letztere nutzen die Weiterentwicklung von Durchbrand- und
Unterbrandöfen als Universal-Dauerbrandofen. Die
Verbrennungsluft kann von oben oder unten sowie gleichzeitig seitlich
an den Brennstoff herangeführt werden. Damit wird die
Verbrennung verbessert und eine höhere Heizleistung erzielt.
Neueste Technik ermöglicht außerdem ein automatisches
Befeuern mit Holzpellets. Als Sonderformen sind Elektro-Kachelöfen,
Kachelherde und transportable Öfen zu nennen.
Offene
Kamine, Kaminofen
Kamine
werden als Offene Kamine, Kaminöfen und Heizkamine
gebaut. Die Bauart bestimmt die Wärmewirkung und ist
damit das entscheidende Kriterium bei der Wahl des geeigneten
Systems. Kamine mit geschlossenem Feuerraum verfügen
grundsätzlich über höhere Wirkungsgrade als offene
Kamine. Fachmann für alle Fragen zum Aufbau und Betrieb dieser
Einzelfeuerstätten ist der zuständige
Schornsteinfegermeister. Für jede offene Feuerstätte ist
ein eigener Schornstein erforderlich, während Kaminöfen,
sofern sie mit selbstschließender Tür ausgestattet sind,
zusammen mit anderen Öfen angeschlossen werden dürfen. Die
Rauchrohrquerschnitte sind entsprechend dem zugehörigen
Innenraumvolumen zu bemessen. Für die Errichtung und den Betrieb
ist die Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen maßgeblich.
Bei der Anordnung des Kamins im Raum/im Gebäude ist die
ausreichende Zuluft sicherzustellen. Die gestalterische
Wirkung wird wesentlich durch die verwendeten Materialien für
die Verkleidung bestimmt, z.B. Naturstein, Speckstein, Keramik,
Ofenkacheln, Klinker, verputztes Mauerwerk. Kamine können auch
zweiseitig einsehbar sein.
Einzelheizgeräte
Einzelheizgeräte
ermöglichen die unabhängige Beheizung einzelner Räume
und bei Geräten mit Schornsteinabschluss die Raumbelüftung,
da die dem Raum entzogene Verbrennungsluft durch nachströmende
Frischluft ersetzt werden muss. In Frage kommen:
-
Öfen
für Festbrennstoffe wie z.B. Dauerbrandöfen mit
manueller oder automatischer Regelung
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Öl-Öfen
mit manueller Befüllung oder zentraler Ölversorgung
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Gas-Heizautomaten
als Außenwandgeräte oder mit Schornsteinanschluss
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Elektro-Einzelheizgeräte
als Elektro-Speicherheizgeräte, Elektro-Konvektoren,
Elektro-Radiatoren, Elektro-Schnellheizer,
Heizstrahler oder Heizplatten.